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Das Rosenkranzgebet
ist ein rituelles Gebet mit Hilfe einer Gebetsschnur, auf der Kugeln aufgereiht sind. Der Name "Rosenkranz" beruht auf der Vorstellung, die Gebete und Anrufungen seien ein Kranz, geflochten aus weißen, roten und goldenen Rosen zur Ehre der Gottesmutter Maria
1884 legte Papst Leo XIII. Den Oktober als Rosenkranzmonat fest, 1958 wurde Diese Verordnung wieder aufgehoben.
Papst Paul VI. Empfahl 1974 im Schreiben "Marialis Cultus" das Rosenkranzgebet als Familiengebet, in bischöflichen Verlautbarungen wird es auch heute noch besonders im Oktober empfohlen. Oft wird der Rosenkranz von Einzelnen als Andacht in der Kirche, auch vor oder nach den Messen gebetet, von manchen auch zuhause oder im Kreise der Familie.
Der Rosenkranz ist eine Gebetsschnur mit einem Kreuz und Kugeln, die in fünf Gruppen von jeweils zehn kleinen und einer großen Kugeln angeordnet sind, dazu am freien Teil des Rosenkranzes ein Kreuz. Die Anordnung und die Zahl der Kugeln sollen helfen, in der richtigen Reihenfolge zu beten:
Die Gebetsfolge beginnt mit dem Glaubensbekenntnis, dabei nimmt man das Kreuz in die Hand:
- Ich glaube an Gott, den Vater, den Allmächtigen,
Den Schöpfer des Himmels und der Erde. Und an Jesus Christus, seinen eingeborenen Sohn, unseren Herrn, Empfangen durch den Heiligen Geist, Geboren von der Jungfrau Maria, Gelitten unter Pontius Pilatus, Gekreuzigt, gestorben und begraben, Hinabgestiegen in das Reich des Todes, Am dritten Tage auferstanden von den Toten, Aufgefahren in den Himmel; Er sitzt zur Rechten Gottes, des allmächtigen Vaters; Von dort wird er kommen, zu richten die Lebenden und die Toten. Ich glaube an den Heiligen Geist, Die Heilige katholische Kirche, Gemeinschaft der Heiligen, Vergebung der Sünden, Auferstehung der Toten Und das ewige Leben. Amen.
- Nun folgt ein "Vaterunser", dabei nimmt man die erste der großen Kugeln zwischen die Finger:
- Vater unser im Himmel,
Geheiligt werde dein Name, Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser täglich Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, Wie auch wir vergeben unseren Schuldigern.
- Und führe uns nicht in Versuchung,
- Sondern erlöse uns von den Bösen.
- Amen.
- Dann folgen drei "Gegrüßet seist du Maria" - der Willkommensgruß der schwangeren Elisabeth, als sie von der ebenfalls schwangeren Maria besucht wurde (Lukasevangelium 1, 42). Dabei nimmt man die erste, Dann die zweite, schließlich die dritte der kleinen Kugen zwischen die Finger:
- Gegrüßet seist du Maria, der Herr ist mit dir.
Du bist gebenedeit unter den Frauen, Und gebenedeit ist die Frucht deines Leibes, Jesus, Im ersten Durchgang wird dabei ergänzt: der in uns den Glauben vermehre, Im zweiten: der in uns die Hoffnung stärke, Im dritten: der in uns die Liebe entzünde
- Den Abschluß bildet der Lobpreis:
- Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist,
Wie im Anfang, so auch jetzt und allezeit und in Ewigkeit.
- Amen.
Dann beginnt das "erste Gesätz", dabei nimmt man die zweite große Perle nach dem Kreuz zwischen die Finger:
- Den Anfang bildet wieder ein "Vaterunser", dabei nimmt man die erste der großen Kugeln zwischen die Finger:
- Vater unser im Himmel,
Geheiligt werde dein Name, Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser täglich Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, Wie auch wir vergeben unseren Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, Sondern erlöse uns von den Bösen. Amen.
- Es folgen zehn "Gegrüßet seist du Maria", indem man nun die erste bis 10. Der kleinen Kugeln ergreift:
- Gegrüßet seist du Maria, der Herr ist mit dir.
Du bist gebenedeit unter den Frauen, Und gebenedeit ist die Frucht deines Leibes, Jesus. Jedem der "Gegrüßet-Gebete" wird eines der "Geheimnisse" angefügt, z.B.: Den du, o Jungfrau, vom Heiligen Geist empfangen hast Den Abschluss bildet die Bitte: Heilige Maria, Mutter Gottes, bitte für uns Sünder jetzt und in der Stunde unseres Todes. Amen.
- Nachdem die Folge der 10 "Vaterunser" und der 10 "Gegrüßet seist du Maria" abgeschlossen und man an der 10. Kleinen Kugel angelangt ist, folgt der Abschluss des "Gesätzes" mit Bitten und Lobpreis:
- Ehre sei dem Vater, dem Sohne und dem Heiligen Geist.
O Jesus, verzeih uns unsere Sünden! Bewahre uns vor dem Feuer der Hölle! Führe alle Seelen in den Himmel, besonders jene, die deiner Barmherzigkeit am meisten bedürfen.
Auf das erste folgt das 2., Dann das 3., das 4. Und das 5. Gesätz, jedesmal wieder also ein "Vater unser", 10 "Gegrüßet seist du Maria" und der Abschluss eines Gesätzes, wobei jedesmal die große Kugel ein "Vater unser", jede der 10 kleinen Kugeln ein "Gegrüßet seist du Maria" anzeigen.
Nach einem Glaubensbekenntnis, fünf "Vaterunsern" und 50 "Gegrüßet seist du Maria" ist das Rosenkranzgebet beendet.
Die "Geheimnisse", die jedesmal in ein "Gegrüßet seist du Maria" eingefügt werden, können je nach Jahreszeit und persönlichem Anliegen nach eigener Wahl eingefügt werden; sie werden nacheinander, jedes also 10 Mal im Zyklus aus 50 "Gegrüßet seist du Maria", nach dem Wort "Jesus" eingefügt:
- Im Weihnachtsfestkreis nennt man die "fünf freudvollen Geheimnisse":
- den du, o Jungfrau, vom Heiligen Geist empfangen hast
den du, o Jungfrau, zu Elisabeth getragen hast den du, o Jungfrau, zu Bethlehem geboren hast den du, o Jungfrau, im Tempel aufgeopfert hast den du, o Jungfrau, im Tempel wiedergefunden hast
- In der Passionszeit betet man die "fünf schmerzhaften Geheimnisse":
- der für uns Blut geschwitzt hat
der für uns gegeißelt worden ist der für uns mit Dornen gekrönt worden ist der für uns das schwere Kreuz getragen hat der für uns gekreuzigt worden ist
- Die Osterzeit kennt den "glorreichen Rosenkranz" mit den "fünf glorreichen Geheimnissen":
- der von den Toten auferstanden ist
der in den Himmel aufgefahren ist der uns den Heiligen Geist gesendet hat der dich, o Jungfrau, in den Himmel aufgenommen hat der dich, o Jungfrau, im Himmel gekrönt hat
- Papst Johannes Paul II. schlug 2002 zusätlich einen "lichtreichen" Rosenkranz vor, der vor allem an Donnerstagen gebetet werden könnte:
- der von Johannes getauft worden ist
der sich bei der Hochzeit in Kana offenbart hat der uns das Reich Gottes verkündet hat der auf dem Berg verklärt worden ist der uns die Eucharistie geschenkt hat
- Aus persönlichen Gründen kann man die "fünf trostreichen Geheimnisse" einfügen:
- der als König herrschte
der in seiner Kirche lebt und wirkt der wiederkommen wird in Herrlichkeit der richten wird die Lebenden und die Toten der alles vollenden wird
- Man kann auch selbst Geheimnisse formulieren, so als Bespiel:
- du weißt, dass ich dich liebe
mein Herr und mein Gott bitte verzeih mir der Sinn meines Lebens meine Freude
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